ZENTRALBIBLIOTHEK DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT IN BERLIN

Wettbewerbsentwurf  2004
Mitarbeiter: Michelangelo Zucchini

 

Das Planungsareal ist Teil eines Quartiers des Zentralbezirks der Universität, welches sich zwischen Unter den Linden und einer Spree-Schleife erstreckt. Der Zielvorstellung der “Kritischen Rekonstruktion“ zufolge, sollte das neue Gebäude der Zentralbibliothek in Straßen- und Höhenkontinuität mit dem Bestehenden errichtet werden.
Es kann als ein sechsgeschossiges Dreihöfe-Haus auf einem zweigeschossigen Sockel beschrieben werden.
Im Sockel befinden sich die Räumlichkeiten des sogenannten “öffentlichen Bereichs“, dessen dominierender Ort eine mittlere Halle in voller Höhe ist, die das gesamte Gebäude durchquert und den Haupteingang an der Universitätsstraße mit dem an der Planckstraße verbindet.
Im Dreihöfe-Haus befinden sich die eigentliche Bibliothek und die Büros. Der zentrale glasüberdachte Hof ist der Hauptlesesaal, der die Idee der Bibliothek als ‘Büchertheater’ inszeniert; um die offenen Höfe befinden sich auf mehreren Etagen die Lesesäle und die Freihandregale jeder Disziplin.
In der Hauptfassade macht eine Konstruktion aus Trilithen den hängenden Innenhof der Bibliothek sichtbar, und ein in die Seitenwände eingefügtes ‘Mosaik beschriebener Seiten’ evoziert den Zweck des Gebäudes.